Kommentar

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Det var noe med livsfølelsen til Heinrich Heine, hans hjemløshet og søken, som minnet om vår egen tid. Noen av de samme konfliktene er utrolig nok ved å vende tilbake.

Tysk kultur er rik på et språk og en beskrivelse/forståelse av hva Opplysning betyr. Forfatteren Peter Schneider gir en god beskrivelse av dagens situasjon i Tagesspiegel. Den er ikke pessimistisk, men alvorlig! Europa styrer ikke mot en uavvendelig katastrofe. Men må bli klar over sin situasjon og arv og forsvare sine verdier. Ikke minst gjelder det å forsvare innvandrerungdommens rett til egne liv. Hvis ikke vil kløften mellom flertallet og mindretallet øke og bli til en uoverstigelig kløft, for da vil religionen bli bærebjelken.

For å unngå dette må Europa våge å stå opp og forsvare sine demokratiske verdier. Det vil gjøre vondt, men er ikke til å unngå. Vi ser tendenser til at denne erkjennelsen deles av flere. Jfr. Aftenpostens sak idag om hvordan muslimske homofile lider. Noe har skjedd.

Europa hat mit seinen über 20 Millionen muslimischen Migranten den Konflikt mit dem Islam ins eigene Haus geholt und ist jetzt gefordert, seine Wertvorstellungen und Prinzipien nach innen wie nach außen zu verteidigen. Die inneren Konfliktlinien, die in den aktuellen Debatten über Integration, Zwangsheirat, Gesprächsleitfaden und Karikaturenstreit sichtbar wurden, lassen sich durch drei Themen markieren: Es geht um die Gleichberechtigung beziehungsweise um die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen und der Homosexuellen, um die Meinungs- und Pressefreiheit und um die Rechte der weltlichen gegenüber der sakralen Sphäre. Der Streit betrifft mit einem Wort einige der wichtigsten Errungenschaften der Aufklärung, die Fundamente der säkularen westlichen Gesellschaften.

Bei Strafe, seine Seele zu verleugnen, kann der Westen in diesen Fragen nicht mit sich handeln lassen. Er ist im Gegenteil gefordert, eine klare Trennungslinie zu ziehen: Die gebotene Achtung vor einer anderen Kultur und Religion muss dort ihre Grenze haben, wo im Namen kultureller Autonomie elementare Menschenrechte verletzt werden. Es kann zum Beispiel nicht geduldet werden, dass jährlich Tausende von muslimischen Mädchen und Frauen in Europa zwangsverheiratet werden. Es kann nicht hingenommen werden, dass muslimische Einwanderer die zivilen Grundregeln in Europa missachten und nach den Gesetzen der Scharia leben.

Hier geht es keineswegs um das Primat einer deutschen, französischen oder dänischen „Leitkultur». Es geht schlicht und einfach um das Primat der demokratischen Kultur, um die Durchsetzung der Menschen- und Bürgerrechte im eigenen Land – für alle Bürger, beiderlei Geschlechts und jeder Herkunft.

Die säkularen und gemäßigten westlichen Muslime – und besonders die Frauen unter ihnen – zählen darauf, dass die westliche Gemeinschaft die Errungenschaften der Aufklärung mit Entschlossenheit verteidigt. In Frankreich ist eine Mehrzahl der fünf bis sechs Millionen Muslime inzwischen säkular orientiert. Die Zahl der regelmäßigen Besucher von Moscheen entspricht der Zahl von Besuchern christlicher Kirchen: 15 bis 20 Prozent.

Nach dem Kopftuchverbot der französischen Regierung meldeten sich Tausende von französischen Musliminnen, die der Regierung dafür dankten, dass sie per Gesetz die Möglichkeit erhielten, dem archaischen kulturellen „Zusammenhalt in Not und Bedrängnis» zu entrinnen und das Kopftuch abzulegen. Seyran Ates, Necla Kelek, Serap Cileli fordern im Namen einer wachsenden Zahl von europäischen Musliminnen ein ziviles Minimum: die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau – auch für Musliminnen. Sollten wir im Namen des Respekts vor einer anderen Kultur und „Sittenprägung» wirklich daran zweifeln, dass auch muslimische Frauen es vorziehen, sich ihren Ehemann oder Geliebten selber auszusuchen?

Erstaunlich ist, dass sich die zutiefst beunruhigte Mehrheitsgesellschaft bisher kaum um ihre natürlichen Verbündeten – die gemäßigten und dissidentischen Muslime – gekümmert hat. Viele von ihnen fühlen sich allein gelassen und als „Muslime» in die Ecke gestellt. Und sie fühlen sich verraten von einer Schaukelpolitik, die eine unnachgiebige Haltung gegenüber den muslimischen Extremisten in Iran zwar ankündigt, aber einen Wirtschaftsboykott (mit Blick auf die deutschen Wirtschaftsinteressen) ausschließt. Oder durch den Schweizer Nestlé-Konzern, der sich in Saudi-Arabien mit dem Werbe-Spruch empfiehlt, dass seine Produkte „nicht aus Dänemark» stammen.

Storsamfunnet kan unngå konflikt ved å sørge for at innvandrerbarna får sjanser til utdanning og arbeid. I en utdannelse som legger vekt på humanistiske prinsipper og verdier.

Vor allem aber vermissen sie eine deutliche Anstrengung der Mehrheitsgesellschaft, ihnen und ihren Kindern gleiche Chancen in der Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Als ein Zeichen, dass sie angenommen und gebraucht werden, als Einladung zum Dialog. Solange der längst stattfindende „clash of civilizations» als Konflikt zwischen Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft ausgetragen wird, wird er weiter eskalieren und einen Prozess vorantreiben, den Samuel P. Huntington (mit einem Wort George Weigels) die „Entsäkularisierung der Welt» nennt.

Das Versprechen der Freiheit

– Tvangsgiftes mot homofili
– Regjeringen må gripe tak i den livsfarlige fordømmelsen imamer bedriver, sier Lily Bandehy. Nylig tok en ung homofil muslimsk mann hun kjente sitt eget liv.