Kommentar

Die Zeit har vært i Najaf og sett hvordan martyrium og død omsettes i makt og penger. Det gir et helt nytt sett av forestillinger om martyrdøden.

Bei dieser Geschichte geht es einmal nicht um die tragischen Schicksale der Opfer, um den Schmerz ihrer Angehörigen. Es geht um den Tod als Quelle von Geld und Macht.

Es ist leider so, mit toten Irakern ist mitunter richtig Geld zu verdienen, und sie mehren die Macht desjenigen, für den sie gestorben sind. Zurzeit sterben viele Schiiten durch die Hände der Besatzungssoldaten; in Bagdad waren es rund 35, in Nadschaf 24, und weitere werden wohl noch folgen. Je größer ihre Zahl, desto größer die politische Macht ihres Anführers, in diesem Fall des jungen Mullahs Mokhtada al-Sadr.

Schiiten würden diese Betrachtungsweise als blasphemisch brandmarken, in jedem Falle aber als pietätlos. Es geht hier aber um die politische Ökonomie der heiligen Stadt Nadschaf, um die Toten als Treibstoff für die Politik.

Aufstand der Schiieten

Die Ökonomie des Todes
Märtyrer sind eine Quelle von Macht und Geld. Je mehr Schiiten ums Leben kommen, desto stärker werden ihre Führer

Von Ulrich Ladurner